Chronik der Narrenzunft

Gründungsurkunde

 

 

 

 

 

 

 

 

Chronik der Narrenzunft „Grünwinkel 1858“ e.V.

 

 

1790 

Aufführung eines Faschings-Spiehls zu Geisingen

(Fürstl.Fürstenbergisches Archiv, Polit XII, 5)

 

 

1858

Gegründet am 17.02.1858 im Hause „Beckemännli“

(Jakob Mayer). Weil das Haus im „Grünen Winkel“ stand 

und  auch heute noch steht, nannte sich die nun festge-

fügte Narrengesellschaft „Grünwinkel“. Als Monatsbeitrag

wurden 6 Kreuzer festgelegt.

 

 

1872

In diesem Jahr wird zum erstenmal der „Geisinger Hansel“

erwähnt. Das wirkliche Alter ist nicht zu ermitteln, die Figur 

des Hansels ist jedoch wesentlich älter.

Für das Auswerfen der Hansele, 12 Sester Äpfel und Brod

Wurden 17,78 Gulden verbucht.

Der Narrenbaum, als „Stammbaum aller Narren“ aufgeführt,

gehört demnach auch zur Tradition der Geisinger Fasnet.

 

 

1874 

Der Narrenverein wies eine Stärke von 59 Narren auf.

Die alte „Narrenlaterne“ wird erstmals erwähnt. Die alte

Narrenfahne von 1858 wird für 30 Kreuzer repariert.

Erstmals wurde ein großer Umzug durchgeführt, mit den

Gruppen: Schiff, Tyroler Wagen, Panorama, Künstlergruppe

und Kamele.

 

 

1876

Im Höhgauer Erzähler Engen, Nr. 25, vom Samstag, den

26. Februar, lädt die „Narrenstadt Geisingen am Strom zum

Schwarzen Meer“ das hochpugglete Neilikum zu einem

Großen Umzug unter dem Motto „Des Lebens Unverstand

mit Wehmut zu genießen ist Tugend und Begriff“

Als Gruppen werden aufgeführt: Reiter mit Narrenfahne,

vier mächtig um sich werfende Hansele, ein neumodischer

Hochzeitszug, Gruppen aus dem Steinalter der Hellenen,

Waffelbäckerei, Klatschmaus-Verhechelungsgesellschaft

und der Buschmensch mit Nachkommenschaft. Dieser

Umzug bewegte sich am Fasnetmentig vom oberen Tor zum

unteren Tor.

 

 

1880 

Über diese Fasnet ist kein Protokoll vorhanden. Bemerkens-

wert ist jedoch, ein Eintrag im Kassenbuch, wonach lt.

Beschluß der Commission vom 13. Februar 1880 an den

Narrenverein „Narhalla“ ein Betrag von 7,90 Gulden ausbe-

zahlt wurde. Vermutlich hat kurze Zeit ein zweiter Narren-

verein bestanden. Der Narrenverein „Grünwinkel“ wies einen

Mitgliederstand von 48 Narren aus.

 

 

1884

Die Satzung wird um einige Punkte geändert.

 

 

1900

Zur Jahrhundertwende beschloß der „Narrenrat wieder eine

große Fasnet zu machen. Unter dem Motto „Einzug des

Prinzen Carneval in die Narrenstadt Geisingen im 20. Jahr-

Hundert“ fand ein großer Umzug statt.

 

 

1908

Das 50-jährige Bestehen wurde im kleinen Rahmen durch-

geführt.

 

 

1913

Letzter großer Umzug vor dem 1. Weltkrieg.

 

 

1914 -   
1920

Keine Fasnet wegen des 1. Weltkrieges.

 

 

1921

Am 27. Januar wurde der Narrenverein unter Beibehaltung

der alten Satzung von 1858 wieder neu gegründet.

 

 

1938

Zur Erhaltung der Tradition wurden acht Hanselekostüme

angeschafft. Das 80-jährige Bestehen wurde durch einen

Umzug begangen

 

 

1939 - 1946

Die folgenden schweren Kriegsjahre haben den Fasnet-     

brauch zum Erliegen gebracht. Viele unserer Narren ließen

für die Heimat ihr Leben. Kostüme fielen der Notzeit zum

Opfer. Durch die von der Militärregierung verfügte Auflösung

der Vereine hörte auch der alte Narrenverein „Grünwinkel“

auf zu leben.

 

 

1947 

Bescheidner Neuanfang der „Giesinger Fasnet“. Es war 

lediglich daran gedacht, den Kindern wieder eine närrische

Freude zu bereiten. Eine kleine Narrenkapelle wurde zu-

sammen gestellt, der Anfang war gemacht.

 

 

1951

Entwurf eines neuen Hanselekostüms nach alten Vorlagen.

Ebenfalls ab diesem Jahr wird in der Hauptstraße die mittler-

Weile einzigartige und über die Lande hinaus bekannte

„närrische Buntwäsche“ in der Hauptstraße aufgehängt.

 

 

1955

Am 16. Januar Aufnahme in die „Vereinigung Schwäbisch

Alemannischer Narrenzünfte“ in Hüfingen.

 

 

1958

Am 01. und 02. Februar wird das „100-jährige Bestehen“ der

Narrenzunft „Grünwinkel 1858“ gefeiert. Über 1.000 Masken-

Träger von 22 Zünften beteiligen sich am großen Umzug.

 

 

1983

Das 125-jährige Jubiläum wird am 05. und 06. Februar

gefeiert. 31 Narrenzünfte beteiligen sich am großen Umzug

durch die Narrenstadt. Zu diesem Jubiläum wurde der

neue Zunftkeller seiner Bestimmung übergeben.

 

 

2008

Brauchtums- und Jubiläumsabend anl. 150-jähriges Jubiläum

  

 

2009

Großes Narrentreffen zum 150-jährigen Jubiläum. 33 Narrenzünfte sind zu Gast

im Narrendorf und am Umzug durch die Narrenstadt beteiligt

 

 

2010

Feierliche Enthüllung der Gedenktafel am Gründerhaus im Grünwinkel 1

 

 

2017

Einweihung der neuen Zunftstube anl. des 21.Geisinger Straßenfestes

 

 

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Karl-Jäck-Str. 17
78187 Geisingen

UNESCO - Immaterielles Kulturerbe in Deutschland: Schwäbisch-Alemannische Fastnacht

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